Wie wichtig eine Nachhaltigkeitsstrategie fürs Business ist

Für moderne Unternehmen gibt es keine Ausreden mehr: Sie müssen Teil der Lösung sein.
180-cover-65c09e0167790170000451-min-65c4a8a019259901593298.jpg

Nachhaltigkeit ist in aller Munde, aber welche Vorteile bieten Nachhaltigkeitsstrategien und sind sie wirklich so kompliziert wie sie scheinen?

Das wollen wir in diesem Artikel herausfinden. Wir erörtern die Bedeutung von Nachhaltigkeitsstrategien und wie sie in Unternehmen umgesetzt werden können.

Nachhaltigkeitsstrategie in der Wirtschaft

Eine Nachhaltigkeitsstrategie ist eine Reihe von Maßnahmen, die ein Unternehmen oder eine Organisation ergreift, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Das Hauptziel einer Nachhaltigkeitsstrategie besteht darin, die Betriebsabläufe, Ziele und Werte einer Organisation mit nachhaltigen Praktiken in Einklang zu bringen, um die Welt für künftige Generationen zu erhalten.

Manchmal scheinen Unternehmen viel Geld für Nachhaltigkeitsinitiativen auszugeben, ohne etwas zurückzubekommen. Das ist jedoch nicht wahr. Eine gut durchdachte Nachhaltigkeitsstrategie bringt erhebliche Vorteile für ein Unternehmen mit sich, wie zum Beispiel:

  1. Kosteneinsparungen. Strategien zur Umweltschonung konzentrieren sich häufig auf die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, des Energieverbrauchs und des Abfallaufkommens.
  2. Bessere Effizienz. Tolle Nebeneffekte beim Einführen nachhaltiger Maßnahmen sind die Optimierung von Prozessen, Verbesserung von Lieferketten und der Einsatz effizienterer Technologien.
  3. Innovation. Nachhaltigkeit fördert Innovation automatisch, da Unternehmen versuchen, bessere Lösungen zu finden. Dies kann zur Entwicklung einzigartiger Produkte und Dienstleistungen führen, die zum Wettbewerbsvorteil werden können.
  4. Kund:innenbindung. Da immer mehr Menschen umweltbewusst kaufen und Unternehmen eigene Standards einführen, können mit einer nachhaltigen Strategie mehr Kund:innen und B2B-Kund:innen angezogen werden.
  5. Ruf. Ein positiver Umwelteinfluss verbessert die Markenwahrnehmung und das Vertrauen. Gleichzeitig riskiert ein Unternehmen, seinen Ruf zu ruinieren, wenn es Nachhaltigkeit heutzutage nicht priorisiert.
  6. Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Menschen sind motivierter, für ein Unternehmen zu arbeiten, das einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leistet.
  7. Investitionen. Investor:innen tendieren immer mehr dazu, ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu berücksichtigen. Eine gut vorbereitete Nachhaltigkeitsstrategie verschafft dir Zugang zu mehr Investor:innen und Kapitalquellen.
  8. Gesetzliche Ansprüche. Umweltvorschriften werden von Jahr zu Jahr strenger. Das Einführen oder Übertreffen nachhaltiger Regelungen reduziert sofort rechtliche und finanzielle Risiken.

Welchen Einfluss haben Unternehmen auf die Umwelt?

Und nun zu den weniger guten Nachrichten. Nur 17 % aller Produkte sind nachhaltig, während 78 % der Kund:innen es vorziehen würden, nachhaltiger zu leben.

Viele Unternehmen gehen rücksichtslos mit der Umwelt um. Stell dir eine Fabrik vor, die große Mengen an Schadstoffen in die Luft ausstößt. Oder denk an ein Unternehmen, das Unmengen Plastik verwendet und sich nicht um Recycling kümmert. Sie verschmutzen die Luft, das Wasser und die Erde, die wir alle teilen.

Manche Unternehmen sind umweltbewusster als andere. Zum Beispiel Restaurants, die regional angebautes Gemüse servieren und Solarzellen zur Energiegewinnung nutzen. Oder Unternehmen, die langlebige Produkte entwerfen, die immer wieder verwendet werden können. Sie handeln nicht nur umweltfreundlich, sondern können Abfall reduzieren und Energie sparen.

Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr Einfluss hat es auf die Umwelt und desto mehr Chancen hat es auch, zum Trendsetter in der eigenen Branche zu werden. Wir haben viele kleine umweltfreundliche lokale Unternehmen gesehen, aber sind die großen Player wirklich dabei?

Alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, hinterlassen einen CO2-Fußabdruck. Umweltfreundliche Initiativen sind in den letzten Jahren sehr populär geworden, aber es ist wichtig, zwischen echten Veränderungen und bloßer Imagepflege zu unterscheiden.

Jede Geschäftsentscheidung ist wie ein Spielzug in einem großen Spiel. Und wenn du kluge Entscheidungen triffst, wie z. B. saubere Energie zu nutzen oder Abfall zu reduzieren, sammelst du Punkte für den Planeten.

Wie entwickelt man eine Nachhaltigkeits-
strategie?

Wir haben die Schritte grob in einer einfachen Anleitung zusammengefasst:

  1. Verstehe die Auswirkungen deines Unternehmens. Achte auf Dinge wie Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallproduktion und Emissionen. Dann weißt du genau, wo das größte Verbesserungspotenzial liegt.
  2. Entscheide, was du erreichen willst. Es könnte darum gehen, weniger Energie zu verbrauchen, weniger Abfall zu produzieren oder umweltfreundlicher zu werden. Stelle sicher, dass deine Ziele konkret und erreichbar sind.
  3. Beziehe dein Team mit ein. Vielleicht haben sie gute Ideen, wie du umweltfreundlicher werden kannst. Wenn alle an Bord sind, ist es einfacher, positive Veränderungen herbeizuführen.
  4. Sammle umweltfreundliche Ideen und erstelle eine Liste. Das kann die Nutzung erneuerbarer Energiequellen sein, mehr Recycling oder die Auswahl nachhaltiger Materialien. Diese Ideen können dein Aktionsplan sein.
  5. Setze Prioritäten. Fange klein an. Wähle einige Maßnahmen aus, die eine große Wirkung haben und leicht umzusetzen sind. Du kannst nach und nach weitere Maßnahmen hinzufügen.
  6. Erstelle einen Zeitplan. Lege fest, wann du jede Maßnahme umsetzen willst. Lege eine Zeitspanne und Deadline für jede Veränderung fest, damit du deinen Fortschritt verfolgen kannst.
  7. Stelle die Ressourcen bereit. Stelle sicher, dass das nötige Geld, die Zeit, die Expertise oder das Equipment vorhanden sind, um die Veränderung umzusetzen.
  8. Leg los. Setze deinen Plan um und ermutige alle, die neuen Praktiken zu befolgen.
  9. Überwachen und messen. Behalte im Auge, wie die Dinge laufen. Verbrauchst du weniger Energie? Produzierst du weniger Abfall? Überprüfe deine Fortschritte regelmäßig, um zu sehen, ob du deine Ziele erreichst.
  10. Anpassen und verbessern. Manchmal laufen die Dinge nicht genau so, wie du es geplant hast. Das ist in Ordnung! Lerne aus deinen Erfahrungen und passe deine Strategie gegebenenfalls an. Verbesserung ist ein Teil des Prozesses.
  11. Verkünde die Botschaft. Informiere deine Kund:innen und die Öffentlichkeit über deine Umweltbemühungen. Menschen unterstützen gerne Unternehmen, die sich um die Umwelt kümmern, und es kann andere inspirieren, dasselbe zu tun.
  12. Teile Geschichten. Erzähle Geschichten über deinen Weg zur Nachhaltigkeit. Dies kann über soziale Medien, Zeitschriftenartikel oder Newsletter geschehen. Das hilft, ein positives Image aufzubauen und euer Engagement zu zeigen.

Kernelemente einer Nachhaltigkeits-
strategie

Eine Nachhaltigkeitsstrategie ist wie ein Puzzle. Die Schwierigkeit des Puzzles hängt von der Art und Größe des Unternehmens ab. Eine große Organisation benötigt ein riesiges Puzzle mit Tausenden von Teilen, die ein vollständiges Bild ergeben. Bei einem kleinen Unternehmen ist es viel einfacher, da es in der Regel weniger Variablen und Möglichkeiten gibt.

Dies sind die wesentlichen Bestandteile einer Nachhaltigkeitsstrategie:

  1. Vision und Ziele. So wie alle Abenteurer:innen eine Schatzkarte brauchen, braucht jede Nachhaltigkeitsstrategie eine klare Vision und klare Ziele. Hier entscheidet das Unternehmen, was es für eine grünere und bessere Zukunft erreichen will.
  2. Assessment. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme der aktuellen Situation des Unternehmens. Die Bewertung hilft herauszufinden, was funktioniert und was verändert werden muss.
  3. Einbeziehung der Stakeholder. Unternehmen agieren nicht allein. Sie brauchen Input von Mitarbeitenden, Kund:innen und Kooperationspartner:innen, um nachhaltige Strategien zu formulieren.
  4. Strategische Initiativen. Dies sind die konkreten Maßnahmen, die das Unternehmen ergreifen möchte. Es kann sich dabei um die Nutzung sauberer Energie, die Reduzierung von Abfall oder die faire Behandlung von Mitarbeitenden handeln.
  5. Integration in den Betriebsablauf. Jetzt geht es darum, Nachhaltigkeit zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit im Unternehmen zu machen und umweltfreundliche Praktiken zur Gewohnheit werden zu lassen.
  6. Indikatoren und Berichterstattung. Kennzahlen und Berichterstattung helfen dabei, den Fortschritt zu messen, damit das Unternehmen weiß, ob es auf dem richtigen Weg ist, das Puzzle zu vervollständigen.
  7. Innovation und Forschung. Innovation bedeutet, nachhaltige Ideen zu entwickeln, und Forschung hilft, intelligente Wege zu ihrer Umsetzung zu finden.
  8. Risikomanagement. Manche Puzzles haben knifflige Teile, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Risikomanagement hilft zu erkennen, was schiefgehen könnte, und einen Plan zu entwerfen, um damit umzugehen.
  9. Zusammenarbeit und Partnerschaft. Um den eigenen Impact zu multiplizieren, schließen sich Unternehmen schließen mit anderen zusammen.
  10. Ausrichtung auf globale Ziele. Manche Puzzleteile sind Teil eines größeren Bildes. So kann die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens mit globalen Zielen wie den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen in Einklang gebracht werden, um zu einer besseren Welt beizutragen.

Auch wenn dieser Artikel zum Ende kommt, werden die nachhaltigen Herausforderungen für Unternehmen in absehbarer Zeit nicht enden. Eigne dir jetzt relevante Hard- und Soft Skills an und mach deine Karriere und dein Unternehmen zukunftssicher!

ELVTR revolutioniert Erwachsenenbildung, indem wir renommierte Branchenprofis mit ambitionierten Fachleuten zusammenbringen. Wähle den richtigen Kurs für dich!

Spannende Artikel & relevante ELVTR-News direkt in deiner Inbox?
Melde dich für den Newsletter an, um über Branchen-Trends und Aktionsangebote auf dem Laufenden zu bleiben
Name
 
E-Mail
 
 
 

Du hast dich erfolgreich für unseren Newsletter angemeldet