Die Rolle von Mentoring in der Entwicklung weiblicher* Führungskräfte

Weibliche* Vorbilder in Führungspositionen: wie sie die Kraft der Schwesternschaft nutzen und Diversität fördern.
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Wusstest du, dass weibliches* Mentoring in der Arbeitswelt sich positiv auf die Karriere von Frauen* auswirkt? In der heutigen komplexen Berufswelt kann ein:e Mentor:in eine entscheidende Rolle spielen. Wenn es sich um Frauen* handelt, die Frauen* unterstützen, ist die Wirkung sogar noch größer.

Einen Sturm an beruflichen Herausforderungen anzugehen, während man geschlechtsspezifische Vorurteile versucht zu überwinden und sich eine Work-Life-Balance wünscht, ist schwer. Hier kann weibliches* Mentoring der Rettungsanker sein. Mentorinnen bieten nicht nur Beratung und Unterstützung, sondern auch ein echtes Verständnis für die besonderen Herausforderungen, mit denen Frauen* konfrontiert sind.

Also, schnapp dir dein liebstes Heißgetränk und erkunde mit uns, wie diese dynamische Beziehung die Laufbahn von Frauen* verändert. Von der Überwindung von Barrieren und der Förderung des Selbstvertrauens bis hin zum Aufbau von unterstützenden Communities - wir werden die Vorteile und langfristigen Auswirkungen von Mentoring für Frauen* entdecken.

Was ist Mentoring?

Im Allgemeinen bezieht sich Mentoring auf eine Beziehung zwischen einer erfahreneren Person (Mentor:in) und einer weniger erfahrenen Person (Mentee). Der:die Mentor:in bietet Anleitung, Unterstützung und Wissen, um dem Mentee zu helfen, persönlich und beruflich zu wachsen.

Im Kern geht es beim Mentoring darum, Fachkenntnisse sowie Lebenserfahrungen zu teilen. Mentor:innen investieren ihre Zeit, Einsichten und Ressourcen, um Mentees auf ihrem Weg zu unterstützen. Dies kann sich auf ein bestimmtes Fachgebiet, eine bestimmte Fähigkeit oder verschiedene Aspekte des Lebens beziehen. Mentoring kann in verschiedenen Umfeldern stattfinden, z. B. am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen oder in privaten Angelegenheiten.

Mentoring ist keine Einbahnstraße. Es erfordert die aktive Beteiligung beider Seiten. Mentees sollten lernbereit sein, Feedback annehmen können und die Change, sich weiterzuentwickeln, ernst nehmen. Mentor:innen sollten sich für den Erfolg der Mentees einsetze und eigenes Wissen sowie Erfahrungen großzügig teilen.

Die Vorteile von Mentoring am Arbeitsplatz

Mentoring am Arbeitsplatz ist eine kraftvolle und positive Beziehung, die persönliches Wachstum, Lernen und berufliche Entwicklung fördert. Es bietet eine unterstützende Umgebung, in der erfahrene Personen andere anleiten und ermutigen, ihr Potenzial auszuschöpfen, Herausforderungen zu bewältigen und ihre Karriereziele zu erreichen.

Hier sind einige Vorteile des Mentoring:

  1. Transfer von Wissen und Kompetenzen. Mentor:innen teilen ihr Fachwissen, ihre Branchenkenntnisse und Fähigkeiten. Das gibt Mentees Einblicke in Best Practices, Unternehmenskultur und eine gesunde Erwartungshaltung.
  2. Persönliches Wachstum. Mentor:innen bieten den Mentees Beratung und helfen, Stärken und Schwächen zu identifizieren. Sie geben Anregungen für die berufliche Weiterentwicklung und erleichtern es Mentees, Selbstvertrauen zu gewinnen und Selbstreflexion zu trainieren.
  3. Networking und Kontakte. Mentor:innen verfügen oft über umfangreiche Netzwerke innerhalb der Organisation und der Branche. Sie können Mentees einflussreichen Personen vorstellen, Networking-Tricks zeigen und Mentees beibringen, wertvolle berufliche Kontakte zu pflegen.
  4. Feedback und Ratschläge. Mentor:innen geben konstruktives Feedback und helfen Mentees, Verbesserungspotenziale zu erkennen. Sie bieten Ratschläge zur Bewältigung von Herausforderungen und zur Entscheidungsfindung. Die kontinuierliche Feedbackschleife ermöglicht es den Mentees, aus ihren Fehlern zu lernen, ihre Fähigkeiten zu verfeinern und bessere Entscheidungen zu treffen.
  5. Karriereberatung. Mentor:innen unterstützen Mentees dabei, ihre Laufbahn zu navigieren. Sie können Einblicke in verschiedene Rollen, Abteilungen oder Karrierewege geben. Mentor:innen können auch bei der Festlegung von Karrierezielen und der Entwicklung von Aktionsplänen mitwirken.
  6. Emotionale Unterstützung. Mentor:innen dienen als Ansprechpartnerinnen und bieten den Mentees einen sicheren Raum, in dem sie ihre Sorgen und Wünsche besprechen können. Mentor:innen ermutigen, motivieren und zeigen Einfühlungsvermögen. Das stärkt die Widerstandsfähigkeit der Mentees.

Weibliches* Mentoring: Wichtige Erkenntnisse

Frauen* sind in ihrem Arbeitsumfeld leider besonders gefährdet . Geschlechtsbezogene Vorurteile, ungleiche Chancen und gesellschaftliche Erwartungen schaffen oft Barrieren, die ihren beruflichen Fortschritt behindern.

Das geschlechtsspezifische Lohngefälle, die geringe Vertretung in Führungspositionen und der Kampf, Arbeit und Familienverantwortlich-
keiten in Einklang zu bringen, sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Frauen* konfrontiert sind. Vor diesem Hintergrund ist es von entscheidender Bedeutung, Frauen* die notwendigen Unterstützungssysteme, Mentoring und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, damit sie diese Hindernisse überwinden und ihre Karriere erfolgreich gestalten können.

Insbesondere weibliches* Mentoring kann einzigartige Vorteile bieten und spezifische Herausforderungen angehen, mit denen Frauen* am Arbeitsplatz konfrontiert sind.

Im Folgenden werden wir einige Möglichkeiten aufzeigen, wie sich weibliches* vom allgemeinen Mentoring unterscheidet und welche Vorteile es bieten kann:

  1. Repräsentation und Vorbildfunktion. Erfolgreiche Frauen* in Führungspositionen zu sehen, kann Mentees inspirieren und motivieren, sich ihre eigenen Karrieremöglichkeiten vorzustellen. Mentorinnen können Beispiele geben, wie geschlechtsspezifische Herausforderungen bewältigt, Barrieren überwunden und Erfolge in von Männern* dominierten Branchen erzielt werden können.
  2. Umgang mit Geschlechtervorurteilen. Mentorinnen können Strategien zur Selbstbehauptung, zur Überwindung von Stereotypen und zur Bekämpfung von Vorurteilen vermitteln.
  3. Work-Life-Balance und Elternschaft. Mentorinnen haben oft schon Strategien für einen erfolgreichen Umgang mit familiären Verpflichtungen oder eine Rückkehr in den Beruf nach einer Pause entwickelt. Diese können sie mit Mentees teilen, die solche Herausforderungen auf sich zukommen sehen.
  4. Networking und Unterstützung. Mentorinnen machen Mentees gerne mit anderen erfolgreichen Frauen* in ihrer Branche bekannt und knüpfen Verbindungen, die Zusammenarbeit fördern. Mentorinnen können sich auch für die Sichtbarkeit und Anerkennung ihrer Mentees einsetzen und ihnen dabei helfen, sich in der Unternehmenspolitik zurechtzufinden und Hindernisse für den Aufstieg zu überwinden.
  5. Stärkung und Selbstvertrauen. Mentorinnen können Mentees helfen, Selbstvertrauen aufzubauen und sie motivieren, ihre Ziele zu verfolgen. Sie können Mentees helfen, ihren Wert und ihr Potenzial zu erkennen. Erfahrenere Kolleginnen können Strategien zur Selbstbehauptung, Verhandlungsführung und Entwicklung von Führungsqualitäten vermitteln und so die berufliche Entwicklung der Mentees vorantreiben.
  6. Aufbau von Unterstützungsnetzwerken. Oft führt weibliches* Mentoring auch zur Bildung von Communities unter Frauen*. Mentees können sich mit anderen zusammenschließen, um Erfahrungen auszutauschen, Rat zu suchen und Unterstützung anzubieten. So entsteht ein starkes Zugehörigkeitsgefühl bei den Frauen* und im Unternehmen oder der Branche wird Vielfalt und Integration gefördert.

Wie finde ich eine Mentorin?

Wie du oben gelesen hast, kann die Suche nach einer Mentorin sich in vielerlei Hinsicht lohnen. Hier sind einige Schritte, die du proaktiv unternehmen kannst, um eine Mentorin zu finden:

  1. Mache deine Ziele deutlich. Ein klares Verständnis davon, was du dir vom Mentoring erhoffst, wird dir helfen, die richtige Mentorin zu finden.
  2. Nutze interne Ressourcen. Suche nach Mentoring-Programmen, Initiativen zur Personalentwicklung oder formellen Mentoring-Möglichkeiten, die möglicherweise bereits existieren. Wende dich an deine Personalabteilung oder erkundige dich nach Mentoring-Programmen in deinem Unternehmen.
  3. Baue dein Netzwerk auf. Besuche Networking-Veranstaltungen, Fachkonferenzen oder schließe dich Branchengruppen online an. Betone in Gesprächen und beim Knüpfen neuer Kontakte dein Interesse an einer Mentorin.
  4. Identifiziere potenzielle Mentorinnen. Beobachte und identifiziere Personen in deiner Organisation, die über das Wissen, die Fähigkeiten oder die Erfahrung verfügen, die du suchst. Ziehe Teamleiterinnen, erfahrene Kolleginnen oder angesehene Fachleute in deinem Bereich in Betracht.
  5. Baue eine Beziehung auf. Sprich mit den potenziellen Mentorinnen, drücke deine Bewunderung für ihre Arbeit aus und zeige deine Bereitschaft, von ihnen zu lernen. Suche nach informellen Gesprächen oder frage, ob sie bereit wären, ein Mentoring zu übernehmen.
  6. Triff eine Mentoring-Vereinbarung. Besprecht, wie oft und in welcher Form ihr euch austauschen wollt, welche Ziele ihr mit dem Mentoring verfolgt und wie ihr Fortschritte messen wollt. Vereinbart einen Zeitplan und verpflichtet euch zu regelmäßigen Check-Ins.

Wie werde ich Mentorin?

Mentorin zu werden ist eine erfüllende und effektive Möglichkeit, andere Frauen* auf ihrem Karriereweg zu unterstützen und zu stärken. Wenn du dein Wissen und deine Erfahrungen gerne weitergibst, kannst du so zur Mentorin werden:

  1. Reflektiere deine Erfahrungen. Finde heraus, in welchen Bereichen du anderen Frauen* Unterstützung und Beratung anbieten kannst. Überlege, welche Herausforderungen du gemeistert, welche Fähigkeiten du entwickelt und welches Fachwissen du erworben hast.
  2. Mache dein Interesse sichtbar. Teile deine Begeisterung mit deinen Kolleg:innen, der Personalabteilung oder dem Führungsteam. Lass sie wissen, dass du bereit bist, andere, insbesondere Frauen*, in ihrer beruflichen Entwicklung zu begleiten.
  3. Suche nach Initiativen. Überprüfe, ob es bereits bestehende Mentoring-Netzwerke gibt, an denen du als Mentorin teilnehmen kannst. Du kannst dich auch mit Mitarbeiterinnen-Netzwerken oder Frauen*-Netzwerken in Verbindung setzen, die Mentoring-Programme oder -Veranstaltungen anbieten.
  4. Biete informelles Mentoring an. Mentoring muss sich nicht auf formelle Programme beschränken. Achte auf Kolleginnen oder Nachwuchskräfte, die deinen Rat oder deine Anleitung suchen. Biete deine Unterstützung an und schaffe Raum für Mentoring-Gespräche. Manchmal ist Mentoring am effektivsten, wenn es organisch abläuft.
  5. Sei zugänglich. Fördere eine offene und integrative Atmosphäre, in der Menschen ihre Ziele, Herausforderungen und Hoffnungen teilen können. Sei ansprechbar, höre aktiv zu und zeige Einfühlungsvermögen. Die nächste Gelegenheit für ein Mentoring-Gespräch kann schon die nächste Kaffeepause sein.
  6. Fördere langfristige Beziehungen. Strebe eine langfristige Mentoring-Beziehung zu deinen Mentees an. Vereinbare regelmäßigen Austausch und biete kontinuierliche Unterstützung. Sei als Mentorin geduldig, verständnisvoll und feiere ihre Erfolge. Sei offen für die Weiterentwicklung der Mentoring-Beziehung, wenn sich die Bedürfnisse und Ziele der Mentees ändern.
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