Wie sieht die Zukunft des Content Marketings aus?

Dinge, die du beachten solltest, wenn du deine Content-Strategie erstellst.
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Laut dem Content Marketing Institute gehen zwar 78 % der Marketingfachleute strategisch an das Management von Inhalten (Englisch: „content“) heran, aber nur etwas mehr als die Hälfte von ihnen dokumentiert ihre Content-Strategie. Doch wenn du nicht dokumentierst, wie sollst du dich dann verbessern?

Klar kostet eine effektive Strategie Zeit und Mühe: Ziele müssen gesetzt werden, die Konkurrenz sollte analysiert werden und Maßnahmen müssen geplant, implementiert und dokumentiert werden. Aber Untersuchungen ergaben: das kann sich mächtig lohnen! Content Marketing kostet 62% weniger als traditionelle Marketingmethoden und generiert gleichzeitig dreimal so viele Leads. In der Content-hungrigen Gesellschaft ist gutes Content Marketing also Gold wert.

Hier kommen ein paar Denkanstöße und grundlegende Schritte für alle, die im Content Marketing durchstarten wollen.

Warum CM so effektiv ist

Mit jedem Jahr wird es schwieriger, die Aufmerksamkeit der Kund:innen in den sozialen Netzwerken zu gewinnen. Ein großzügiges Budget für digitales Marketing ist zwar hilfreich, aber es braucht mehr, um langfristig interessant zu bleiben. Nur wenn Content bei unserer Zielgruppe das Gefühl erzeugen kann, dass ihre Probleme gelöst werden, gelingt es, ein starkes Markenimage aufzubauen. Das führt dann auch nicht selten dazu, dass verschiedene Plattformen über unsere Lösungen Publikationen schreiben - wovon unsere Profile in Form von Traffic profitieren.

Viele kommerzielle Unternehmen nutzen Content Marketing nur als Werkzeug zur Leadgenerierung und Conversion, um Informationen und Lösungen bereitzustellen. Aber Content kann noch viel mehr leisten als das.

Marketingexpert:innen wissen, dass es auch ein wertvolles Tool ist, um Communities aufzubauen und die langfristige Kund:innenbindung zu stärken. Da Kund:innen immer mehr auf Unternehmenswerte und Ethik von Marken achten, werden Unternehmen Beziehungen pflegen und versuchen, die Werte ihrer Zielgruppen anzusprechen.

Obwohl soziale Medien und E-Mail-Marketing nach wie vor ihren Platz haben, meint Kate Toon, Gründerin von Stay Tooned, dass die meisten Verkäufe mittlerweile auf Communities zurückzuführen sind. Menschen suchen nach Zugehörigkeit, Möglichkeiten, Kontakt aufzunehmen und Unterstützung von anderen zu erhalten. Sie möchten das Gefühl haben, Marken zu unterstützen, die ähnliche Werte wie ihre eigenen haben.

Content Marketing wird oft mit SEO, E-Mail-Newslettern und Social Media Marketing (SMM) verglichen. Jedes dieser Instrumente funktioniert auf seine Weise, aber keines von ihnen kann ohne qualitativ hochwertigen Content überleben. Qualitativer Content ist der Kern jeder Werbemethode.

Das Hauptmerkmal des Content Marketings besteht darin, dass publizierte Botschaften dauerhaft Traffic generieren können, wobei eine Pause im SMM oder bei E-Mail-Newslettern den Kommunikationsfluss schnell versiegen lässt.

Wenn du den Inhalt auf öffentlichen Kanälen mit relevanten SEO-Keywords versiehst, kann dieser dank Suchmaschinen ganz automatisch Traffic generieren. Da E-Mails und Social Media Werbungen nicht allgemein zugänglich sind, bleibt ein solcher Effekt dort aus.

Setze messbare Ziele

Mithilfe von Content Marketing kannst du verschiedene Aufgaben lösen. Aber bevor du dich in das Erstellen von eindrucksvollen Bildern und aufwändigen Texten stürzt, ist es wichtig, Ziele zu formulieren. Wer keine konkreten KPIs (Key Performance Indicators) festlegt, wird es schwer haben, die Effektivität der eigenen Maßnahmen zu bewerten und damit auch nicht wissen, ob das Budget gut eingesetzt wurde.

Wähle passende Kanäle und Formate aus

Um das Beste aus dem Content Marketing herauszuholen, ist es wichtig, verschiedene Kanäle zur Verbreitung von Markenbotschaften zu testen:

  • Veröffentlichungen im Unternehmensmagazin
  • Artikel auf externen Websites
  • E-Mails
  • Soziale Medien

Ohne einen vielseitigen Marketingmix verlierst du im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kund:innen. Wenn konkurrierende Firmen einzelne Kanäle nur wenig nutzen, kannst du durch intensivere Interaktion und hochwertigen Content die Zielgruppe für dich gewinnen.

Chewy, ein Online-Händler für Haustierprodukte aus den USA, hat einen einzigartigen Ansatz gewählt, um die breite Produktpalette zu bewerben. Der YouTube-Kanal der Marke ist eine wahre Fundgrube für Ratschläge rund um Haustiere und enthält Videos zu Tiergesundheit, zum Training und zur Haustierpflege.

Die meisten Videos von Chewy zielen darauf ab, Tierhaltern wertvolle Informationen zu liefern und gleichzeitig auf subtile Weise ihre Produkte zu bewerben. In dem Video „How to Introduce a Dog to a Cat“ (Deutsch: Wie man einen Hund an eine Katze gewöhnt) hebt das Unternehmen verschiedene Produkte wie Leckerchen und Hundegitter hervor.

In der Videobeschreibung findet man außerdem Links zu Magazinartikeln über verwandte Themen, die wiederum Links zu relevanten Produkten im Chewy-Webshop haben. Mit diesem Ansatz kann Chewy sein Publikum informieren und gleichzeitig den Umsatz steigern.

Die Content-Marketing-Strategie kann mithilfe verschiedener Formate umgesetzt werden. Es ist nicht nötig, alle Mühe in hochwertige Blogartikel zu stecken und damit zum Beispiel den Teil des Publikums zu verlieren, der visuelle oder musikalische Inhalte bevorzugt.

Die Erfahrung weltweit bekannter Marken zeigt, dass kommerzielle Unternehmen in alle Richtungen sorgfältig arbeiten müssen:

Crunchyroll ist ein globales, in den USA ansässiges Unternehmen für Anime-Lizenzierung, -Vertrieb und -Streaming. Die Marke setzt verschiedene Online-Marketingstrategien ein, um ihre Dienstleistungen zu bewerben, einschließlich des YouTube-Kanals Crunchyroll Collections. Dieser Kanal präsentiert eine Vielzahl von Ausschnitten aus beliebten Anime-Serien, die dazu dienen, das Interesse der Zuschauer:innen zu wecken und sie an die Marke zu binden.

Crunchyroll Collections schneidet die meistgesuchten Momente beliebter Anime zusammen und sichert sich so einen Platz an der Spitze der Online-Suche. Gleichzeitig gelingt es ihnen, das umfangreiche Angebot ihres Anime-Katalogs zu demonstrieren. Letztendlich sollen die Zuschauer:innen dazu ermutigt werden, den Streaming-Dienst von Crunchyroll zu abonnieren.

Mit auffälligen Banner-Schaltflächen für eine 14-tägige Gratisversion setzt das Unternehmen die Schwelle für die Kaufentscheidung weiter herunter.

Mach’ es dir nicht schwer

Manchmal sind einfache Konzepte die klügere Wahl. Inhalt, der zu komplex ist, neigt eher dazu, Leser:innen zu verwirren. Wordle ist ein gutes Beispiel dafür. Das ist ein beliebtes Online-Spiel, welches von der New York Times gekauft wurde und bei dem Spieler:innen ein fünf Buchstaben langes Wort in sechs Versuchen pro Tag erraten müssen. Die Website registriert den:die Gewinner:in und bietet die Möglichkeit, die täglichen Siege in den sozialen Medien zu teilen.

Schließe sinnvolle Kooperationen

Bei dem aktuellen Überfluss an Content, der online verfügbar ist, kann es für Kund:innen schwierig sein, relevante Informationen zu filtern. Obwohl es zweifellos großartigen Content gibt, verfehlen viele Unternehmen das Ziel, indem sie sich mit ungeeigneten Influencer:innen zusammenarbeiten oder sich an die falsche Zielgruppe richten. Hier kann eine starke Kooperation zwischen Content Creator:innen und der eigenen Marke wirklich einen Unterschied machen.

Um gegenseitig die Reichweite zu vergrößern und in Follower zu verwandeln, wird heutzutage eher nach Markenpartnerschaften, die inhaltlich passen, als nach Sponsoring, gesucht. Das ermöglicht eine natürlichere Integration von Branded Content. Neben finanzieller Entschädigung sind auch präzise Absprachen und gegenseitige Unterstützung für eine erfolgreiche Kooperation unerlässlich.

Interessanterweise ist laut einer Studie von Deloitte finanzielle Entschädigung nicht immer der Hauptanreiz für Content-Creator:innen, wenn es um Markenpartnerschaften geht. Andere Faktoren wie die Übereinstimmung mit ihren Werten und kreative Freiheit können ebenfalls wichtige Faktoren sein.

Avtex Solutions, ein Unternehmen, das sich auf Customer Experience (Kund:innenerfahrung) Management spezialisiert, hat eine einzigartige Plattform für Videoinhalte mit Influencer:innen aus der Branche aufgebaut. Die daraus resultierende Online-Serie „Experience Points“ ist eine Mischung aus Gameshow und Expert:innendiskussion.

Um dieses Konzept umzusetzen, hat Avtex zwei Influencer der Branche als Gastgeber eingesetzt, und hochkarätige Expert:innen zu dem Thema eingeladen. Die Show ist in drei Mini-Spiele unterteilt, in denen die Kandidat:innen für ihre bevorzugte Wohltätigkeitsorganisation Geld machen können, indem sie CX-Fragen beantworten und Tipps für exzellenten Kund:innenservice geben.

Avtex’ Ziele für Impressionen, Websitebesuche und Videoaufrufe wurden weit übertroffen. Die Show gewann einen Preis für „Beste Nutzung von Influencer-Marketing“ bei den Content Marketing Awards 2021. Die Serie half Avtex auch dabei, ihr Netzwerk an Branchenexpert:innen und Influencer:innen auszubauen, was ganz organisch zu Testimonials führte, die potenzielle neue Kund:innen erreichten.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Wenn du verschiedenste Content-Marketing-Tools nutzt, wachsen deine Chancen, deine Zielgruppe zu erreichen. Mit diesem Ansatz wird die Effektivität deiner Arbeit erheblich steigen, aber eines ist mindestens genauso wichtig: Regelmäßigkeit.

Das Ranking einer Plattform in Suchmaschinen wie Google ist stark davon abhängig, wie oft diese aktualisiert werden und neue Inhalte veröffentlichen. Daher sind ein Redaktionsplan und regelmäßige Prüfungen auf aktuelle Inhalte essenziell.

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